Borussia Dortmund hat am 19. September beim VfB Stuttgart 1:0 gewonnen und führt nach vier Spieltagen die Bundesliga-Tabelle an. Maximilian Beier traf in der 70. Minute nach Vorlage des eingewechselten Jobe Bellingham. Mit dem Abpfiff in der Stuttgarter MHPArena begann die Länderspielpause.
Zwölf Punkte stehen für den BVB in der Tabelle nach dem vierten Spieltag, laut DFB-Datencenter folgen der FC Bayern München und der SC Freiburg mit je zehn. Auf das 2:0 zum Auftakt gegen den Hamburger SV folgten ein 3:2 bei der TSG Hoffenheim, ein 3:0 gegen den SC Paderborn und das 1:0 in Stuttgart. Keine andere Mannschaft hat alle vier Spiele gewonnen, die Bayern kamen am zweiten Spieltag beim Aufsteiger FC Schalke 04 nicht über ein 0:0 hinaus.
Diese Tabelle bleibt bis zum 9. Oktober stehen, weil die Bundesliga für die Länderspiele pausiert. Die Liga wies noch am Spieltag darauf hin, dass Dortmund damit mindestens drei Wochen vorn bleibt. In dieser Zeit wird über den Titel geredet, ohne dass ein Ergebnis hinzukommt. Eine verlässliche Meisterprognose gibt ein Stand nach vier von 34 Spieltagen nicht her.
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Die zwölf Punkte holte der BVB nach Angaben der Liga erst zum vierten Mal aus den ersten vier Bundesliga-Spielen, zuletzt in der Saison 2015/16 unter Thomas Tuchel, der damals seine erste Spielzeit als Trainer in Dortmund bestritt. Meister wurde in jener Saison der FC Bayern, Dortmund beendete die Saison laut DFB-Datencenter als Zweiter.
Hinter den Bayern landete der BVB auch 2023, obwohl er am 21. Mai jenes Jahres nach einem 3:0 in Augsburg die Tabelle anführte. Sechs Tage später reichte im eigenen Stadion ein 2:2 gegen den FSV Mainz 05 nicht. Ein Sieg hätte den Titel sicher gebracht. Die Münchner gewannen zeitgleich 2:1 in Köln und wurden bei gleicher Punktzahl wegen der besseren Tordifferenz Meister.
Wieder angeführt hat Dortmund die Tabelle erst mit dem Sieg in Stuttgart, 40 Monate später, wie die Sportschau nachrechnete. Meister war der Klub zuletzt 2012, damals unter Jürgen Klopp. Der Vorsprung auf die Münchner ist genauso groß wie vor dem letzten Spieltag 2023, und wieder hat München die bessere Tordifferenz. Ein Remis des BVB und ein Sieg der Bayern genügen, damit die Reihenfolge kippt. Für den SC Freiburg gilt dasselbe, auch seine Tordifferenz ist besser. Am 31. Oktober treffen Bayern und Dortmund in München aufeinander, Anstoß ist um 18:30 Uhr.
Vor diesem Spiel empfängt der BVB zweimal Werder Bremen, zuerst in der Liga und am 27. Oktober im DFB-Pokal. Dazwischen liegen das Auswärtsspiel am sechsten Spieltag und am 24. Oktober das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Zwischen dem Pokalspiel und dem Anstoß in München liegen vier Tage.
Trainer Niko Kovač sah sich nach dem Spiel in Stuttgart laut Liga in seiner Einschätzung einer tiefen Bank bestätigt, und für die Termine im Oktober zählt genau die Breite im Kader. Entschieden hatten das Spiel zwei Einwechselspieler. Konstantinos Karetsas spielte vor dem 1:0 Jobe Bellingham an, der den Ball flach vor das Tor passte, wo sich Beier von seinem Gegenspieler gelöst hatte.
Den ersten Dortmunder Schuss aufs Stuttgarter Tor gab Karetsas laut Sportschau erst in der 70. Minute ab, Sekunden vor Beiers Treffer, nachdem beide Mannschaften lange jedes Risiko gemieden hatten. Tabellenstand und Formkurve fallen an diesem Abend auseinander. Eine Titelwahrscheinlichkeit lässt sich aus einem solchen Sieg nicht ableiten. Gregor Kobel hielt gegen Deniz Undav und zweimal gegen Josha Vagnoman, das zweite Mal in der 77. Minute beim Stand von 1:0.
Beier hatte in der Woche vor dem Spiel eine Absage bekommen. Bundestrainer Jürgen Klopp berief aus Dortmund und Stuttgart zusammen sieben Spieler für die Länderspiele, Beier war trotz seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer nicht dabei. Gegen Hamburg und Paderborn hatte der 23-Jährige je ein Tor vorbereitet, in Stuttgart gelang ihm das erste Saisontor. Kovač kommentierte das Tor mit dem Satz „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten“. Beier sei nicht bei der Nationalmannschaft dabei, habe aber in Stuttgart das Tor gemacht, sagte Kovač.
Im selben Spiel pfiffen die Stuttgarter Fans Waldemar Anton bei jeder Ballberührung aus. Der Verteidiger hatte bis 2024 für den VfB gespielt. Das sei inzwischen ein bisschen Tradition und völlig in Ordnung, sagte Anton nach dem Abpfiff und fügte hinzu: „Ich ziehe daraus Energie.“
Anstoß gegen Werder Bremen ist am Freitag, 9. Oktober, um 20:30 Uhr im Signal Iduna Park, das Spiel eröffnet den fünften Spieltag. Das Pokalspiel gegen denselben Gegner beginnt laut Terminübersicht des Stadions um 20:45 Uhr.
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