Die kurze Antwort vorweg: Fast jedes moderne iPhone kann eine eSIM nutzen. Apple hat die Technik 2018 mit dem iPhone XS und iPhone XR eingeführt. Seitdem ist mehr als ein Dutzend Modellreihen kompatibel. Trotzdem gibt es entscheidende Ausnahmen, die viele übersehen. Dieser Ratgeber klärt, ab welchem iPhone eine eSIM funktioniert und worauf du achten musst.
Eine eSIM ist eine fest im Gerät verbaute, digitale SIM-Karte. Du musst also keine physische Plastikkarte mehr einlegen. Stattdessen lädst du dein Mobilfunkprofil per QR-Code oder App direkt auf das iPhone. Der Vorteil: Du kannst mehrere Tarife parallel speichern und blitzschnell zwischen ihnen wechseln.
Genau das macht die Technik für Reisen so attraktiv. Ein Datentarif fürs Ausland ist in wenigen Minuten aktiv, ganz ohne Kartentausch am Flughafen.
Die Faustregel ist einfach: Jedes iPhone ab dem iPhone XR und iPhone XS unterstützt eSIM. Damit sind alle Geräte gemeint, die 2018 oder später erschienen sind. Hier die vollständige Übersicht:
Ältere Geräte wie das iPhone X, iPhone 8 oder iPhone 7 haben keine eSIM. Hier bleibt nur die klassische Nano-SIM.
Nicht jedes eSIM-fähige Modell verhält sich gleich. Zwei Fälle sorgen regelmäßig für Verwirrung.
Erstens: iPhones aus China, Hongkong und Macau. Laut Apple unterstützen iPhones aus Festlandchina sowie Hongkong und Macau (mit Ausnahme von iPhone 13 mini, iPhone 12 mini, iPhone SE 2020 und iPhone XS) keine eSIM-Funktion. Wer ein Gerät aus diesen Regionen importiert, steht oft ohne eSIM da.
Zweitens: US-Modelle ab dem iPhone 14. In den USA verkauft Apple die iPhone-14-Reihe und neuer komplett ohne SIM-Fach. Diese Geräte nutzen ausschließlich eSIM. In Deutschland gekaufte iPhones haben dagegen weiterhin einen Nano-SIM-Slot zusätzlich zur eSIM.
Du musst nicht raten. Öffne einfach die Einstellungen und tippe auf Mobilfunk. Findest du dort die Option eSIM hinzufügen oder Mobilfunktarif hinzufügen, ist dein Gerät kompatibel. Alternativ hilft die Seriennummer: Unter Einstellungen, Allgemein, Info siehst du bei eSIM-Geräten eine IMEI2 oder eine EID.
Roaming-Gebühren außerhalb der EU können den Urlaub teuer machen. Eine lokale oder regionale eSIM umgeht das Problem elegant. Du buchst vor dem Abflug einen Datentarif und bist nach der Landung sofort online.
Für die Einrichtung reichen ein paar Minuten. Anbieter wie Holafly liefern das Profil direkt per QR-Code, den du noch zu Hause scannen kannst. So bleibst du auch unterwegs erreichbar, etwa um Spielstände zu checken oder deinen Lieblingsverein bei den Fußball-Trends in den sozialen Medien zu verfolgen.
Deine physische SIM bleibt dabei aktiv. Anrufe und SMS laufen weiter über deine deutsche Nummer, während die Daten über die eSIM fließen.
Ja. Moderne iPhones speichern mehrere eSIM-Profile. Aktiv sein können in der Regel zwei Leitungen parallel, etwa eine private und eine für die Reise.
Ja, beim iPhone SE der 2. Generation von 2020 und der 3. Generation von 2022. Das erste iPhone SE aus 2016 unterstützt keine eSIM.
Seit iOS 26 lässt sich eine eSIM zwischen iPhones und teils sogar von Android auf iPhone übertragen. Bei älteren Systemen erstellst du das Profil auf dem neuen Gerät neu.
Für die erste Einrichtung und den QR-Code-Scan ist eine Internetverbindung nötig. Am einfachsten geht das über WLAN vor der Abreise.
Ja. Unter Mobilfunk wählst du den jeweiligen Tarif aus und entfernst ihn. Danach ist wieder Platz für ein neues Profil.
Die Frage, ab welchem iPhone eine eSIM läuft, ist klar beantwortet: ab dem iPhone XR und XS aus dem Jahr 2018. Achte nur auf Importgeräte aus Asien und auf reine eSIM-Modelle aus den USA. Wer ein aktuelles iPhone besitzt, kann die Technik sofort nutzen und spart sich unterwegs teures Roaming.
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